Wie Schlachtensee entstand

Die Entstehungsgeschichte von Schlachtensee wird auf der Seite

https://schlachtenseesite.wordpress.com/entstehung-von-schlachtensee-w-ellerbrock/

beschrieben. Hier werden dazu einige Karten und Dokumente aus den letzten 150 Jahren vorgestellt. Es beginnt mit einer Karte von 1844, auf der schon einige Wege zu erkennen sind, die heute als Straßen dienen, aber noch keine Bebauung

1874 wurde der Bahnhof Schlachtensee auf der neuen Wannseebahn eröffnet, die in Zehlendorf Anschluss an die Stammbahn Potsdam -Berlin hatte. Noch fehlt eine erkennbare Bebauung, aber die Alte und die Neue Fischerhütte existieren schon als Ausflugslokale.

Schon 15 Jahre später war aber die Bebauung im vollen Gange. Die Heimstätten AG errichtete zuerst die Landhauskolonie Schlachtensee-Ost, dann die Villenkolonie Schlachtensee-West und danach die Villenkolonie Nikolassee. Parallel dazu entwickelte sich die Bebauung im „Seeschlag“ (Terrassenstraße).

Und zu dieser Zeit gründeten die neuen Bewohner den Ortstverein Schlachtensee, der sich bis zum Ende des I. Weltkriegs um die Belange der Schlachtenseerinnen und Schlachtenseer kümmerte.

Nach 1900 wurde auch die Villenkolonie Zehlendorf-West konzipiert und die ersten Häuser dort gebaut.

Damals war es selbstverständlich von Schlachtensee als einem Ortsteil der selbständigen Landgemeinde Zehlendorf im Kreis Teltow zu sprechen und die Post korrigierte Briefe, wenn als Adresse Zehlendorf anstelle von Schlachtensee stand.

Und auch der Führer von Zehlendorf schrieb 1914 selbstverständlich von dem „Ortsteil Schlachtensee“. Das änderte sich erst 1920 als die Landgemeinde Zehlendorf nach Groß-Berlin eingemeindet wurde und Zehlendorf zwar dem ganzen Bezirk den Namen gab, selber aber nur noch ein Ortsteil von sieben war. Da Schlachtensee keine eigenständige Landgemeinde wie Nikolassee war, war es auch kein Ortsteil in dem neuen Bezirk mehr, sondern nur noch eine „Ortslage“.

Wenn wir uns heute dafür einsetzen, dass Schlachtensee ein eigenständiger Ortsteil wird, so greifen wir auch das auf, was Günter Pfitzmann schon 1994 gesagt hat: